Kronenträger 30.07.2004

Unser
besagtes Wanderwochenende war wie schon in den News beschrieben in jeglicher
Hinsicht ein Erfolg. Jeder hatte sich bestimmte Ziele gesteckt und diese auch
erreicht. Bernd Z. wollte die Hütte hüten, Simon, Ralf, Bernd G. und Volker
die Wanderung ohne größere Schäden für Körper und Geist überstehen und
Uli, so schien es, verfolgte ganz klar das Ziel: „wie knips ich mir am
schnellsten die Lichter aus“
Aber
von vorne:
Kaum
die Ortsgrenze von Berkheim hinter und gelassen animierte uns unser jetziger
Kronenträger die kältesten, PFANDFREIEN Bierdosen in der Region zu öffnen.
Natürlich stimmten wir zu, jedoch erhöhte sich seine Schlagzahl im Vergleich
zu der der restlichen Teilnehmer beängstigend.
Es kam
wie es kommen musste: vorm Nordportal des San Bernadino machten sich die ersten
Ausfallerscheinungen bemerkbar. Trotz der schwierigen und
konzentrationsaufwendigen Passpassagen, belästigte unser aktueller Kronenträger
unseren bis dahin sicheren Fahrer mit unqualifizierten Kommentaren ohne Rücksichtnahme
auf die soziale Komponente.
Am
Abstellplatz unseres Busses angekommen fiel unser KT durch sein übermotiviertes
Verhalten beim Entladen des Fahrzeuges auf. So wurden die untenstehenden
Beobachter unter anderem mit Schlafsäcken bombardiert, die er aus dem Jet-Bag
zog und unkoordiniert in die Gegend warf. Was sich zu schwer zum werfen
herausstellte wurde einfach über die Außenseite des Busses auf den Boden
gezerrt ohne irgendeiner Rücksichtnahme auf die schöne Metallic-Lackierung.
Nachdem
unser KT nach dem Entladen noch immer voll Energie strotzte hüpfte er in
Rocky-Jubelmanier durch die Waldgegend, übersah allerdings die Böschung hinter
sich und konnte nur noch von einigen im Wege stehenden Bäumen gestoppt werden.
Hier war nun auch der Punkt erreicht wo sich alle Teilnehmer darüber einig
waren dass er sich die Krone wirklich verdient hatte.
Doch
damit nicht genug. Weiter viel unser KT beim Marsch zur Hütte in regelmäßigen
Abständen dadurch auf, dass sein Gehvermögen doch ziemlich stark eingeschränkt
war. Mehrere Male ist es auf Grund seines Gleichgewichtsverlustes zu
Beinahekatastrophen gekommen und nur durch die soziale Komponente anderer
Teilnehmer, die ihm schließlich sein Gepäck zum Teil abnahmen, konnte
schlimmeres vermieden werden.
Beim
anschließenden gemütlichen Beisammen sein viel unser KT nicht weiter
schwerwiegend auf, da er nun den Schlaf des Gerechten schlief. Auch seine
Verabschiedung viel reichlich knapp aus als er ohne Worte die Runde verließ und
es sich im Zelt bequem machte.
Am nächsten
morgen nahm er dann noch völlig verstrahlt die Krone ohne jeglicher Wiederworte
an und hörte unseren Berichten interessiert zu, da er sich nur noch zurück bis
zum Nordportal des San Bernadino erinnern konnte.