Kronenträger 22.12.2008


Nach fast dreieinhalb Jahren haben wir endlich wieder einen neuen Kronenträger. Nach dem fast schon legendären „I did it my way“-Ausrutscher unseres Marc W., der einfach nicht zu toppen ist, war es nun aber an der Zeit, ein neues Zeitalter der Kronenvergabe einzuläuten. Und dies haben wir hiermit getan.  

Unser Bernd Z. hat es sich, zumindest nach alten Maßstäben, aber auch redlich verdient. Und endlich mal wieder eine Kronenverleihung nach einem eigentlich ordinären Stammtisch-Abend. Aber der Reihe nach:  

Es begab sich an einem Montag kurz vor Weihnachten, dass zufällig alle anwesenden Stammtischbrüder am darauffolgenden Dienstag frei hatten. So beschlossen wir, den örtlichen Weihnachts- bzw. Mittelaltermarkt zu aufzusuchen, und in weiser Voraussicht dazu mit öffentlichen Verkehrsmitteln anzureisen. Da es, wie im Dezember allgemein üblich, relativ kalt war, wärmten wir uns also an diverseren mittelalterlichen Glühwein- und Holundergetränken. Der Trunk lief gut die Kehle hinab und die Schlagzahl stieg zusehends. Nachdem der Markt gegen 21 Uhr seine Pforten schloss, begaben wir uns in eine unserer Stammkneipen in der Esslinger Innenstadt. Dort stiegen wir auf die übliche Getränkewahl Pils vom Fass um, ohne jedoch die durchschnittliche Flüssigkeitsaufnahme je Stunde zu verringern. Dann kam unser frisch gebackener Absolvent Simon R. auch noch mit einer Runde Red Bull mit irgendwas ums Eck, welches wir uns als Zwischengetränk auch gut schmecken ließen. Danach stieg jeder wieder auf sein Stammgetränk um und der Abend verlief bis hierher eigentlich ohne größere Zwischenfälle. Gegen 23 Uhr sollte sich das Blatt für unseren neuen Kronenträger allerdings drastisch wenden. Nach dem Genuss eines Zigarettchens im eigens dafür vorgesehenen Raucherraum, kam er zurück, und ward fortan nur noch mit dem Kopf auf der Tischplatte zu finden. Nachfragen nach dem werten Befinden wurden nur noch mit einer abweisenden Handbewegung quittiert, was uns nach einem Weilchen veranlasste, den Abend zu beenden und gen Bahnhof zu marschieren. Vor der Türe angekommen, stand jedoch der berühmte Mann mit dem großen Hammer, und versetzte unserem Bernd den abzusehenden KO-Schlag. Umgehend beschlossen wir, den Heimweg abzukürzen und nur bis zur nächsten Hauptstraße zu wanken und uns dort ein gemütliches Taxi zu rufen. Die 200 Meter bis dorthin waren allerdings für unseren KT schon fast nicht mehr zu bewältigen. Gestützt von seinen Stammtischbrüdern, mit diversen Magenentleerungsanfällen unterwegs, kamen wir aber schließlich an und ruck zuck war auch unser Taxi zur Stelle. Nachdem unser neuer KT sofort sein Fenster herunter kurbelte und von ungezählten Würgeanfällen überfallen wurde, war unser Taxifahrer wohl heilfroh, als er uns ohne größere Verschmutzungen seines Fahrzeuges am Zielort wieder entlassen konnte. Geleitet bis vor seine Haustüre überließen wir fortan unseren neuen KT seinem Schicksal und machten uns sorgengeplagt auf den Heimweg. Einer der anwesenden Stammtischbrüder wurde dann noch des Nächtens von diversen SMS-Anfragen fast geweckt, in denen die Frau unseres neuen KTs ihren Mann als nachwievor vermisst meldete. Im Nachhinein stellte sich jedoch heraus, dass er nur in Rücksichtnahme auf seine Frau eine andere Schlafstätte im Haus aufsuchte, als die Übliche.  

Zusammenfassend sei nochmals erwähnt, dass wir die oben beschriebenen Ereignisse als ausreichend betrachten, mit der Vergabe der Krone gewürdigt zu werden, um nach September 2005 endlich wieder frischen Wind in die Vergabepraxis der Krone zu bekommen.