Kronenträger 10.01.2003
Es
war mal wieder soweit. Das alljährliche MM-Stammtisch-Skiwochenende stand an
und es ging bei Eiseskälte mit drei Paletten pfandfreiem Dosenbier Richtung
Kitzbühel. Im Bus ließ sich unser Bernd G. das kalte Naß besonders gut
schmecken. Alsbald bemerkten wir bei ihm den unheimlichen Drang, mit der Video-
und Digital-Kamera eine Unmenge mehr oder minder sinnloser Aufnahmen zu machen
(vor allem von sich selber), wobei er auch vor dem Blitzen des Fahrers aus 30 cm
Entfernung nicht zurückschreckte (siehe „zeig doch mal die Bilder“). In
diesem frühen Stadium bereits, bemerkte unser Bernd nicht, dass man ihm die
Linse des Camcorders zuhielt und er eigentlich nur schwarze Löcher aufnahm. Die
bei unserem Bernd obligatorischen Pinkelpausen im 30-Minuten-Takt, die bei
seinem horrenden Bierkonsum auch diesmal wieder vehement von ihm eingefordert
wurden, fanden an diesem Wochenende ihren Höhepunkt. Einmal schaffte er es tatsächlich,
bei einem Stopp, gleich zweimal pinkeln zu müssen.
Angekommen
in Kitzbühel hatte unser Bernd bereits enorme Identifikationsprobleme und
verwechslete mehrfach zwei unserer Mitfahrer miteinander. Genauso wie
verwechselte er sein Klo mit dem seiner Kollegen. An die Schnäpse auf dem
Zimmer, zur Einstimmung des Abends, wollte sich unser Bernd garnicht mehr
erinnern. Das Bier lief weiter in Strömen, solange bis es selbst unserem Bernd
G. nicht mehr schmeckte und er seine 5-€-Halbe freiwillig an seine
Stammtischbrüder verteilte. Auf der Suche nach einer neuen Location wurde auf
der Straße alles angesprochen was da so rumlief und fast hätte sich unser
Bernd einer Gruppe Österreicher angeschlossen, um mit diesen ein eher fragwürdiges
Faß aufzumachen. Glücklicherweise entschloß er sich dann aber doch dazu,
lieber den Versuch zu wagen, bei McDonald’s einen Döner zu kaufen! Störungen
des Gleichgewichtsinns und des Sprachzentrums gegen Ende des Abends, extreme
Probleme seine Moods nicht dauernd ausgehen zu lassen, gepaart mit einem 20-Minütigen
Filmriss, ließen den anwesenden Stammtischbrüdern keine andere Wahl, als
unserem Bernd G. die Krone zu verleihen und ihn damit zum unangefochtenen Anführer
der Kronenstatistik werden zu lassen.